Mail des Freundschaftskreises Herxheim (17.11.2015) an den Partnerschaftsverein in St.Apollinaire zur Bekundung der Solidarität und des Mitgefühls auf die Attentate in Paris

Chers amis,

Liebe Freunde,

nous sommes vraiment choqués des évènements récents et aimerions exprimer notre compassion sincère voyant l’état dans lequel on a mis toute la nation.

Wir sind schockiert über die kürzlichen Ereignisse  und möchten unser ehrliches Mitgefühl aussprechen, da wir sehen, in welchen Zustand man eure Nation gebracht hat.

Tous les pays européens, les Etats-Unis et aussi la Russie se croient forts et invulnérables jusqu’au moment de la catastrophe et il faut absolument trouver un chemin pour pacifier les pays du Proche-Orient. Aujourd’hui, c’est la France qui est devenue la cible d’attentats atroces par des gens qui essaient de semer la terreur partout, d’étrangler les valeurs démocratiques, demain, ce sera peut-être un autre pays d’Europe.

Alle europäischen Länder, die Vereinigten Staaten und auch Russland glauben sich stark und unverwundbar bis zum Moment der Katastrophe und wir müssen unbedingt einen Weg finden um die Situation in den Ländern des Vorderen Orients zu befrieden. Heute ist Frankreich das Ziel schrecklicher Attentate geworden durch Leute, die versuchen, den Terror überall zu sähen, die demokratischen Werte zu „erwürgen“, morgen wird es vielleicht ein anderes Land Europas treffen.

En plus, il faut se distancer des personnes et des attitudes qu’on croyait disparus ! En France et de nouveau en Allemagne, on retourne à un réveil de l’extrême-droite. Quelle horreur, ça aussi.

Außerdem gilt es, sich von Personen und deren Haltungen zu distanzieren, die wir verschwunden glaubten ! In Frankreich und von Neuem in Deutschland spüren wir ein Erwachen der extremen Rechten. Was für ein Schrecken, auch dieses.

On est avec vous ces jours-là.

Wir sind mit dem Herzen in diesen Tagen bei euch.

Amitiés, Ariane et tout le comité de jumelage

 

Rückmeldung des Partnerschaftsvereins St.Apollinaire (18.11.2015) auf unsere Mail

"Morge" Ariane

ich lasse die Véronique, als Präsidentin, eine gemeinde und "offizielle" Antwort dir und der Herxheim Städtepartnerschaftverein zurückschreiben.

Aber schon als Kommunikationsvertreter bei dem St Apollinaire Städtepartnerschaftverein möchte ich dadurch dir und den anderen Herxheim Mitgliedern tief, herzlich und freundlich bedanken.

Deine warme Mail mit verschiedenen Botschaften geht direkt zu unserem Herz.

Ich kenne eigentlich das Gefühl von den anderen Mitgliedern nicht deutlich aber ich bin nicht weit von der Wahrheit zu sagen, dass wir sind schokiert, traurig und vielleicht haben wir Wut und Angst. Aber die franzose sind "revolutionär", manchmal schwer mit dem Verhalten, aber so grundsätztlich mit dem Freiheitskonzept verbundet. Diese Verrückten haben deshalb eh keine Chance, uns den Kopf unten dem Wasser zu bringen, uns zu zerstören und vergraben.

Nun meine eigene persönliche Botschaft nach diesen Anschlägen wird die nachfolgende : Unsere Gesellschaft ist krank, wir müssen "nur" sie pflege und verbessere.

Eine PARTNERSCHAFT ist übrigens die bestimmte Probe von der Freiheit des Mensches, um zusammen zu sein, obwohl wir verschiedene Sprache, Kultur, Religion trägen. Niemand darf es verhindern.

Mach dir und allen Mitgliedern gut und lassen wir uns ungeduldig treffen, um Freude und Frieden aufzuteilen.

Christian

 

Herxheimer Bürger bekunden ihre Solidarität an der Partnerschaftstafel in Herxheim (Ecke ehemals Rheinwalt)

 

800 Einwohner lebten 1960 in der Ortschaft vor den Toren von Dijon, der „Capitale“ von Burgund. 1979, als die Jumelage mit Herxheim besiegelt wurde, waren es schon 3500. In der Ära von Bürgermeister Remi Delatte, der seit Anfang der 90er Jahre in Amt und Würden ist, stieg die Einwohnerzahl auf 7000. Vor allem wegen der Nutzung von ehedem landwirtschatlich genutzten Flächen für den Wohnungsbau und für Gewerbeflächen. Die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz, der innerörtliche Straßenausbau, Grünanlagen,ein neuer Friedhof eine Großsporthalle, eine Festhalle, ein Dorfmittelpunkt mit Senioren- und Jugendtreff, ein Industriegebiet von über 50 Hektar, Kindertagesstätten, eine dreizügige Schule für die Klassen 1 bis 9, eine Jugendbetreuungsstätte für die Zeit nach der Schule (bis 17 Uhr) haben zum Aufschwung beigetragen. 30 Clubs sorgen für ein reges Vereinsleben. Die 29 Gemeinderatsmitglieder sind für sechs Jahre gewählt, die gleiche Amtszeit hat der urgewählte Bürgermeister, dem acht Beigeordnete mit jeweils eigenem Aufgabengebiet zur Seite stehen.

Bild: Rathaus von St.Apollinaire